Nordsee Aquarium Borkum

Überblick
Die Aquarium-Bewohner

In den 16 Becken leben interessante Lebewesen wie Katzenhaie, Nagelrochen, Europäische Wolfsbarsche, Gespensterkrebschen oder Seespinnen – und vermitteln in ihrer Gesamtheit einen passenden Eindruck von der Lebensvielfalt im Nordseeraum. Im Folgenden finden Sie wissenswerte Informationen zu den einzelnen „Nordsee-WG-Bewohnern“ und ihren teilweise überraschenden Eigenschaften.

  • AalmutterpuitaalZoarces viviparus
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    • Länge bis zu 40 cm
    • Nahrung Würmer, kleine Krebstiere, Muscheln, kleine Fische, Schnecken

    Die große Ähnlichkeit zu Aalen führte in der Vergangenheit dazu, dass man annahm, dies wäre die Stammform der Aale – so entstand der Name.

    Aalmuttern sind Grundfische. Sie halten sich vorwiegend im Flachwasser auf, wo sie auf Sand- und Schlammböden leben und sich oft unter Steinen verstecken. Mit zwei Jahren sind die Fische geschlechtsreif und bringen ca. vier Monate nach der Paarung bis zu 5 cm große Jungtiere zur Welt. Der Fisch kann bis zu 10 Jahre alt werden und ernährt sich hauptsächlich von wirbellosen Bodentieren. Aalmuttern sind in Nord- und Ostsee und im Atlantik beheimatet.

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  • Atlantischer HeringharingClupea harengus
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    • Länge bis zu 45 cm
    • Nahrung Kleinkrebse, Plankton, Schnecken

    Der Atlantische Hering bewegt sich in großen Schwärmen zusammen mit Sprotten und ist eines der wichtigsten Glieder in der Nahrungskette.

    Der Fisch kann bis zu 25 Jahre alt werden. Oftmals gleitet er mit geöffnetem Maul durchs Wasser, um bequem Nahrung aufzunehmen. Atlantische Heringe können sehr gut hören und sogar Geräusche produzieren. Zur Fortpflanzung geben Weibchen Zehntausende millimetergroße Eier ins Wasser ab, aus denen zwei Wochen nach der Befruchtung durch das Männchen die Larven schlüpfen. Die sich entwickelnden Jungfische erlangen die Geschlechtsreife nach 3 bis 7 Jahren. Matjes sind übrigens Heringe, die vor der Fortpflanzungszeit gefangen werden, wenn ihr Fettgehalt besonders hoch ist und ihr Geschlecht noch nicht entwickelt ist.

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  • AusterOstreidaeOstrea
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    • Länge Bis zu 10 cm
    • Nahrung Plankton, Algen

    Die Auster wechselt je nach Temperatur und Nahrungsverhältnissen ihr Geschlecht.

    In den ersten Monaten ihres Lebens sind Austern männlich. Bei wärmeren Wassertemperaturen werden sie weiblich – und wechseln das Geschlecht anschließend zwei Mal im Jahr. Die Auster kann bis zu 30 Jahre alt werden.

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  • Bäumchen-RöhrenwurmschelpkokerwormLanice conchilega
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    • Länge bis zu 9 cm (inkl. Röhre bis zu 40 cm)
    • Nahrung Plankton, organische Substanzen

    Der Röhrenwurm lebt in einer aus Sand und Muschelresten gebauten Röhre, die wenige Zentimeter aus dem Wattboden herausragt.

    Den Namenszusatz „Bäumchen“ trägt der Wurm, da er an der Spitze seiner Röhre über eine baumartig verzweigte Krone verfügt, mit der er Nahrung wie Plankton oder Mikroorganismen einfangen kann. Der Wurm selbst hat eine Länge von bis zu 9 cm und zeichnet sich durch ein Tentakelbüschel am Kopf aus, mit dem er seine Röhre baut. Berührt man dieses, zieht sich das Tier blitzschnell in sein geschütztes Zuhause zurück.

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  • Blätter-Moostierchenbreedbladig mosdiertjeFlustra foliacea
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    • Länge 6 – 20 cm
    • Nahrung Plankton

    Hierbei handelt es sich um eine Kolonie von mikroskopisch kleinen Moostierchen, die durch Sprossung auseinander hervorgehen.

    Die kleinen eiförmigen Kammern sind – ähnlich den Bienenwaben – jeweils von einem Moostierchen bewohnt. Diese strudeln mit ihren Fangarmen Plankton heran und schnappen mit ihren kleinen Zangen nach allem, was sich ihnen nähert.

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  • Brotkrumenschwammgewone broodsponsHalichondria panicea
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    • Länge Bis zu 20 cm
    • Nahrung Phytoplankton

    Die Schwamm-Art kommt häufig in Küstengebieten ab der Höhe des Wattenmeeres vor.

    Der Schwamm besteht aus bis zu 20 cm großen und 2 mm dicken, unregelmäßigen Krusten; seine kraterförmigen Ausströmöffnungen sitzen auf kurzen Röhren. Der Schwamm siedelt bevorzugt auf Steinen, Algen und Schalenstücken.

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  • ButterfischbotervisPholis gunnellus
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    • Länge Bis zu 20 cm
    • Nahrung Flohkrebse, Wasserasseln, Kleintiere

    Fällt der Butterfisch bei Ebbe trocken, ist er imstande, vorübergehend Luft zu atmen.

    Der Butterfisch lebt von der Ebbelinie bis in 50 Meter Tiefe auf Schlamm, Sandböden und zwischen Felsblöcken. Er gilt als besonders standorttreu und ist oftmals in Häfen, im Meeresboden oder in Gezeitentümpeln anzutreffen.

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  • Dicklippige MeeräschediklipharderChelon labrosus
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    • Länge Bis zu 60 cm
    • Nahrung Organisches Plankton, Schnecken, Kleintiere

    Mit ihrem langgestreckten Körper erreicht der aus der Familie der Meeräsche stammende Fisch eine Länge von 60 cm.

    Die Meeräsche lebt in Küstennähe zwischen Felsen und in Algenbeständen und zeichnet sich durch einen Oberkiefer mit sehr dicker Lippe aus. Der Körper verfügt neben großen Schuppen über eine Rückenflosse mit 4 auffälligen Stacheln.

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  • Dorade/GoldbrassegoudbrasemSparus aurata
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    • Länge bis zu 70 cm
    • Nahrung Krebstiere, Muscheln

    Der mit den Barschen verwandte Fisch ist aus dem Mittelmeer in die Nordsee eingewandert.

    Die Dorade ist aufgrund goldener Flecken auf Stirn und Wangen auch als Goldbrasse bekannt. Sie verfügt über in mehreren Reihen stehende Mahl- und Schneidezähne, mit denen sie Krebse und Muscheln zertrümmern kann. Es gibt keine rein männlichen oder weiblichen Tiere – Doraden sind zweigeschlechtlich. Sie werden als Männchen geschlechtsreif und wandeln sich im Alter von 2-3 Jahren, wenn sie etwa 30 cm lang sind, in Weibchen um.

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  • Dorsch/KabeljaukabeljauwGadus morhua
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    • Länge 1,20 m
    • Nahrung Krabben, Krebse, Weichtiere, Fische

    Der Kabeljau gilt als gefräßiger Räuber und wird im noch nicht geschlechtsreifen Stadium als Dorsch bezeichnet.

    Weibchen legen im Durchschnitt eine Million Eier, womit der Kabeljau zu einem der fruchtbarsten Fische der Welt zählt. Er kommt u.a. im Atlantik, dem Ärmelkanal sowie in Nord- und Ostsee vor und ist stark überfischt.

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  • Einsiedlerkrebs gewone heremietkreeftEupagurus bernhardus
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    • Länge bis zu 10 cm
    • Nahrung Aas, Kleintiere

    Der Einsiedlerkrebs ist ein weit verbreiteter Küstenbewohner. Aufgrund seines weichhäutigen Hinterleibes ist es für ihn lebensnotwendig, sich durch ein leeres Schneckengehäuse zu schützen, das er fortan ständig hinter sich herzieht.

    Da der Einsiedlerkrebs im Laufe seines Lebens wächst, muss er des Öfteren die Gehäuse wechseln. Hierbei ist er äußerst wählerisch – sein Häuschen muss genau passen. Einige Exemplare bevorzugen die seltenen linksgewundenen Schneckenhäuser. Das liegt daran, dass es „links- und rechtshändige“ Einsiedlerkrebse gibt, die sich durch die Seite, an der sie die größere Schere tragen, unterscheiden. Die von den Krebsen bewohnten Watt-, Strand- oder Wellhornschneckenhäuser wiederum sind häufig von Schwämmen, Stachelpolypen und Seeanemonen bewachsen.

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  • Europäischer FlussaalpalingAnguilla anguilla
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    • Länge Bis zu 140 cm
    • Nahrung u.a. Würmer, Weichtiere, Krabben, Krebse, Grundeln

    Der Europäische Flussaal wird ursprünglich in der Sargasso See bei den Bahamas geboren und gelangt mit dem Golfstrom nach Europa.

    Diese Reise über den Atlantik dauert fast drei Jahre. Als sogeannnte Glasaale gelangen sie dann in die Flüsse, wo sie sich über Steigaale zu Blankaalen entwickeln. Die Tiere können bis zu 80 Jahre alt werden und wandern schließlich wieder zurück zur Sagasso See, wo sie wiederum ablaichen.

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  • Europäischer HummerEuropese kreeftHomarus gammarus
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    • Länge bis zu 60 cm
    • Nahrung wirbellose Tiere, Aas

    Der Großkrebs lebt in 50 bis 150 Metern Meerestiefe und hat sich dem Leben auf felsigem Boden angepasst.

    In der Nordsee ist er vor allem auf dem Felssockel der Hochseeinsel Helgoland beheimatet, besiedelt aber auch zunehmend die Fundamente der Offshore-Wind-Parks. Europäische Hummer wachsen bis an ihr Lebensende und können ein Alter von 100 Jahren erreichen. Obwohl sich die Krebse schon im Herbst paaren, werden die Eier erst im Sommer befruchtet. Das Weibchen trägt die Eier in großen Klumpen unter dem Körper, in denen der Nachwuchs etwa ein Jahr heranwächst, bevor die 7 - 8 mm großen Larven schlüpfen.

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  • Europäischer WolfsbarschEuropese zeebaarsDicentrarchus labrax
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    • Länge bis zu 80 cm (sogar 100 cm)
    • Nahrung kl. Heringe & and. Schwarmfische; Weich-/Krebstiere

    Der Wolfsbarsch ist nachtaktiv und gilt als hervorragender Jäger.  

    Der Europäische Wolfsbarsch wird maximal 100 cm lang und kann über ein Gewicht von bis zu 12 kg verfügen. Er lebt bevorzugt über bewachsenen Sand- und Felsböden in einer Wassertiefe zwischen 10 und 100 Metern. Der Wolfsbarsch jagt in der Nacht. Als Jungtiere leben Wolfsbarsche vorerst in Schwärmen. Erst mit zunehmendem Alter entwickeln sich die Tiere zu Einzelgängern. Im Winter halten sich die Fische in küstenfernen Gewässern auf. Im Sommer sind sie auch küstennah anzutreffen und können auch von den Borkumer Buhnen aus geangelt werden.

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  • Fünfbärtelige Seequappevijfdradige meun Ciliata mustela
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    • Länge 25 - 30 cm
    • Nahrung Kleine Krebse, Garnelen, kleine Fische

    Die Fünfbärtelige Seequappe stammt aus der Familie der Dorsche und ist an den insgesamt 5 Bartfäden auf Unterkiefer und Maul zu erkennen.

    Die Seequappe lebt auf sandigem oder felsigem Grund, in der Algenzone sowie im Flachwasser und versteckt sich gerne unter Steinen. Sie ist hauptsächlich in Gezeitenregionen, Küstengewässern und Flussmündungen der südlichen Nordsee beheimatet. Der dorschartige Fisch spürt seine Beute mit seinen Barteln auf. Junge Seequappen wiederum sind im flachen Wasser ein gefundenes Fressen für Möwen und andere Seevögel. Zum Laichen schwimmen die Fische in etwas tiefere Gewässer.

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  • Gemeiner Seesterngewone zeesterAsterias rubens
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    • Länge bis 50 cm
    • Nahrung Muscheln, Fischeier

    Gemeine Seesterne schützen ihre Körper durch ein dickes Kalkskelett.

    Ein Seestern besitzt keinen Kopf und auch keine Augen. Er besitzt fünf steife Armen, an deren Ende sich Sinneszellen befinden, mit denen er etwa Helligkeitsunterschiede wahrnehmen kann. Auf seiner Unterseite besitzt der Seestern darüber hinaus eine Reihe von Füßchen, die mit Saugnäpfen versehen sind, sowie einen Mund. Mit Hilfe der Saugnäpfe kann er Muscheln knacken, die zu seinen Hauptnahrungsmitteln gehören, indem er sich an den Schalen festsaugt, um sie zu öffnen. Der Gemeine Seestern lebt in flachen Küstengewässern

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  • Gestreifter Leierfischgewone pitvisCallionymus lyra
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    • Länge Bis zu 30 cm
    • Nahrung Jungfische, Krebstiere, Weichtiere

    Leierfische gehören zu den Barschartigen und leben meist auf Schlamm- und Sandböden in bis zu 400 m Tiefe.

    Der Fisch kann 30 cm lang werden und benutzt seine Bauchflossen als Stützen. Droht Gefahr, passt er seine Farbe dem Meeresgrund an oder gräbt sich zum Schutz ein. Männchen haben eine größere und farbenprächtigere erste Rückenflosse, mit der heftig gebalzt wird. So unterscheiden sie sich von den Weibchen.

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  • GrasnadeltrompetterzeenaaldSyngnathus typhle
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    • Länge 30 cm
    • Nahrung Wirbellose, Fischlaich, Jungfische

    Der grünliche Fisch aus der Familie der Seenadeln verfügt über eine Schnauze, die pipettenartig verlängert und seitlich abgeflacht ist.

    Von März bis August legen die Weibchen mit ihrer verlängerten Genitalpapille etwa 250 Eier in die Brusttasche der Männchen ab, wo diese befruchtet werden. Das Männchen trägt die Jungen anschließend vier Wochen aus und bringt sie voll entwickelt zur Welt.

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  • Große FelsengarnelegarnalensoortLeander squilla
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    • Länge 5 cm
    • Nahrung kleine Fische, Unterwasserpflanzen

    Die Große Felsengarnele hat es geschafft, sich weltweit in verschiedenen Gewässern zu etablieren. Ihr bevorzugter Lebensraum besteht allerdings aus steinigen Untergründen mit zahlreichen Möglichkeiten zum Verstecken.

    Die Große Felsengarnele hat einen transparenten bzw. farblosen Körper, der mit verschiedenen Mustern versehen ist. Diese Muster tragen zur Tarnung bei. Denn die Felsengarnele muss zahlreiche Feinde fürchten – nicht nur Fische, sondern auch Vögel machen auf sie Jagd. Die Felsengarnele selbst ist ein Allesfresser.

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  • Große SchlangennadeladderzeenaaldEntelurus aequoreus
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    • Länge 60 cm
    • Nahrung Kleinkrebse, Zooplankton

    Die Große Schlangennadel hat einen Wickelschwanz, der ihr das Festhalten an Seegras oder verschiedenen Tangarten ermöglicht.

    Die Schwanzflosse des aus der Familie der Seenadeln stammenden Fisches ist so klein, dass sie fast nicht zu sehen ist. Zur Fortpflanzung heften die Weibchen bis zu 1.000 Eier an die Bauchseite des Männchens, der diese befruchtet und in vier Wochen austrägt.

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  • Große Seenadelgrote zeenaaldSyngnathus acus
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    • Länge 50 cm
    • Nahrung Kleine Krebstiere

    Die Große Seenadel ist die größte ihrer Art in den europäischen Gewässern und gehört zu den engen Verwandten des Seepferdchens.

    Charakteristisch für ihr Aussehen ist der langgezogene hellgrün bis dunkelbraun gefärbte Körper. Wie bei den Seepferdchen trägt auch bei den Seenadeln das Männchen den Nachwuchs aus.

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  • Großer ScheibenbauchslakdolfLiparis liparis
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    • Länge Bis zu 15 cm
    • Nahrung Krebstiere, kleine Fische, Vielborster

    Der in Nord- und Ostsee verbreitete Fisch hat eine kaulquappenähnliche Form und lebt von der Gezeitenzone bis in 30 Meter Wassertiefe.

    Die Brustflossen bilden – ähnlich wie beim Seehasen – eine bauchseitige Saugscheibe, mit der sich der Scheibenbauch beispielsweise an Felsen oder anderen Untergründen anhaften kann.

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  • Großgefleckter KatzenhaikathaaiScyliorhinus stellaris
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    • Länge bis zu 1,5 Meter
    • Nahrung Krebstiere, Bodenfische, kleine Haie, wirbellose Tiere

    Der Großgefleckte Katzenhai kann eine Länge von 1,5 Metern erreichen und gilt als nachtaktiv.

    Er lebt bevorzugt über felsigem Grund in einer Wassertiefe von 20 bis 60 Metern und ist im östlichen Atlantik, an den Küsten Europas und Nordafrikas sowie im Mittelmeer beheimatet. Ebenso wie sein etwas häufiger vorkommender Verwandter, der Kleingefleckte Katzenhai, ist auch diese Haiart für den Menschen nicht gefährlich. So ernährt sie sich hauptsächlich von Bodenfischen, anderen kleinen Haien, Wirbellosen oder Krebstieren – und gilt eher als scheu.

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  • Herzmuschelgewone kokkelCerastoderma edule
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    • Länge Bis zu 5 cm
    • Nahrung Plankton

    Die Herzmuschel ist eine der am häufigten vorkommenden Muscheln im Wattenmeer und verdankt ihren Namen dem herzförmigen Querschnitt.

    Sie lebt bevorzugt in Schlick- und Sandböden im Gezeitenbereich und gräbt sich hier bis zu 3 cm tief in den Boden hinein. Wird die Herzmuschel freigespült, buddelt sie sich mit ihrem kräftigen, gebogenen Grabfuß schnell wieder unter die Oberfläche. Mit diesem Fuß kann die Muschel sogar springen.

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  • KaiserhummerNoorse kreeftNephrops norvegicus
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    • Länge 20 – 24 cm
    • Nahrung u.a. Krebs- und Weichtiere, Plankton

    Der auch als Kaisergranat, Kronenhummer oder Scampi bekannte Zehnfußkrebs lebt als Einzelgänger und versteckt sich in Höhlen.

    Der Kaiserhummer lebt auf weichen Böden in einer Wassertiefe von 40 bis 250 Metern. Tagsüber vergräbt er sich im Sand oder versteckt sich in Höhlen. In der Regel verlassen die Tiere ihren Unterschlupf erst mit Einbruch der Dunkelheit, um auf Beute zu lauern oder sich fortzupflanzen. Die Krebsart vermehrt sich nur jedes zweite Jahr und kann ein Alter von bis zu 10 Jahren erreichen. Männchen verfügen ausgewachsen über eine Länge von 24 cm, während Weibchen mit durchschnittlich 20 cm etwas kleiner sind.

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  • Kleine Seenadelkleine zeenaaldSyngnathus rostellatus
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    • Länge 16 cm
    • Nahrung Plankton, Fischlarven, Krebstiere

    Die Kleine Seenadel ist von halbwüchsigen Großen Seenadeln leicht an der viel kürzeren Schnauze zu unterscheiden.

    Wie bei anderen Seenadeln ist auch der Körper der Kleinen Seenadel durch gepanzerte Knochenplatten geschützt, die zwischen dem Kopf und dem Ansatz der Rückenflosse angeordnet sind.

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  • Kleingefleckter KatzenhaikathaaiScyliorhinus canicula
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    • Länge 60 bis 80 cm
    • Nahrung Garnelen, Krebse, Würmer, kleine Fische und Schnecken

    Katzenhaie sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie leben am Meeresgrund oder im Flachwasser der Küstenregionen.

    Besonders jüngere Katzenhaie tummeln sich gerne in seichteren Gewässern, bevor es sie in die tieferen Gefilde zieht. Haben die Tiere eine Länge von 45 bis 50 cm erreicht, werden sie geschlechtsreif und paaren sich. Die Weibchen legen bis zu 20 Eikapseln (sogenannte Nixentäschchen) im flachen Wasser ab, in denen die kleinen Haie heranwachsen. Beim Schlüpfen verfügen sie über eine Größe von ca. 10 cm und sind fortan auf sich allein gestellt. Katzenhaie sind für den Menschen nicht gefährlich, da sie sich ausschließlich von anderen Meeresbewohnern ernähren.

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  • Knotentangknotswier Ascophyllum nodosum
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    • Länge 50 - 150 cm
    • Nahrung

    Der Knotentang kommt vor allem im Nordatlantik vor, wo er von der subtropischen bis zur arktischen Zone verbreitet ist. An brandungsgeschützten Stellen kann er dichte Bestände bilden.

    Mit seiner Haftscheibe gelingt es dem Knotentang, sich auf felsigem Untergrund zu verankern. Aus seinem Haftorgan entspringen zahlreiche Sprossen, an deren Ende sich längliche Treibblasen bilden. Diese Blasen sind mit Gas gefüllt und sorgen dafür, dass die Pflanze unter Wasser aufrecht steht. Nach zwei Jahren bildet der Tang seine erste Treibblase – jedes Frühjahr kommt eine neue hinzu. So lässt sich anhand der Blasen auch das Alter der Alge bestimmen. Übrigens: Wird der Knotentang losgerissen, lebt er noch eine ganze Zeit weiter.

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  • MeersalatzeeslaUlva lactuca
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    • Länge 15 – 50 cm
    • Nahrung -

    Der in allen Weltmeeren vorkommende Meersalat lebt in der oberen Gezeitenzone in einer Tiefe von bis zu 10 Metern.

    Bevorzugt siedelt er auf Felsen an, wächst jedoch auch vereinzelnd auf anderen Algen oder Herzmuschelschalen. Teilweise kann man Meersalat in Fluttümpeln und Buchten auch losgerissen bzw. freitreibend beobachten. Das durchscheinend grüne Gewächs ist sehr reich an Vitamin C und wird daher in manchen Regionen sogar als Nahrung für den Menschen verwendet. Seinen Namen verdankt er seiner Ähnlichkeit zu einem Salatblatt.

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  • Miesmuschelgewone mosselMytilus edulis
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    • Länge 1 – 10 cm
    • Nahrung Plankton

    Miesmuscheln leben vor allem im Gezeitenbereich. Dabei stellen Miesmuschelbänke im Wattenmeer einen bedeutenden Lebensraum für andere Tiere dar.

    Miesmuscheln siedeln in dichten Bänken – gerne überwachsen sie abgesunkene Holzstämme oder gar künstliche Strukturen, wie Pfähle oder Hafenmauern. Manchmal können sie kilometerlange Ansammlungen von Einzelorganismen bilden. Oft ist sie von anderen Meeresorganismen, wie den Seepocken, bewachsen. Dem Seewasser entnimmt die Miesmuschel nicht nur Sauerstoff zum Atmen, sondern auch Nährstoffe. Denn stündlich filtert sie bis zu drei Liter Meerwasser. Alle im Wattenmeer lebenden Miesmuscheln können so das gesamte Wasser innerhalb weniger Tage filtern.

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  • MysisaasgarnalenMysis spec.
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    • Länge 1 – 2 cm
    • Nahrung kleine organische Partikel, Algen

    Mysis sind Schwebegarnelen. Die Tierchen sind primitive Verwandte der Garnelen und ähneln deren Aussehen stark.

    Ihr langgezogener Körper, der in einem breiten Schwanzfächer endet, ist glasartig, transparent, manchmal rot gefärbt. Viele Mysis-Arten besitzen dunkle, sternförmige Muster. Diese bieten ihnen die Möglichkeit, ihre Farbe an den Untergrund anzupassen. Die Mysis pendelt zwischen dem Gewässergrund und höheren Wasserschichten. Tagsüber hält sie sich allerdings vorwiegend am Grund auf. Die Erklärung dafür ist das Licht. Denn die Augen der Mysis sind an dunkle Lebensräume angepasst und können bei zu hoher Lichtintensität geschädigt werden.

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  • NagelrochenstekelrogRaja clavata
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    • Länge bis zu 80 cm
    • Nahrung u.a. Krabben, Garnelen, kleine Plattfische, Sandaale

    Der Nagelrochen ist ein Knorpelfisch, eng mit den Haien verwandt und gilt als die häufigste Rochenart der europäischen Meere.

    Der dämmerungs- und nachtaktive Nagelrochen lebt auf verschiedenen Weichböden in Tiefen von 20 bis 100 Metern. Im Anschluss an die im Frühjahr erfolgende Paarungszeit legen die Weibchen einige Wochen lang nahezu täglich ein durch eine viereckige Hornkapsel geschütztes Ei ab – insgesamt bis zu 170 Stück. Nach spätestens fünf Monaten schlüpfen die jungen Fische. Der Nagelrochen ist auch im Mittelmeer, Atlantik, Ärmelkanal und in der westl. Ostsee anzutreffen.

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  • NixentäschchenhondshaaiScyliorhinus canicula
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    • Länge 6 cm
    • Nahrung

    In den hornigen Eikapseln wachsen die kleinen Katzenhaie heran.

    Ein Nixentäschchen ist die Eikapsel vom Katzenhai, in der dieser 8 – 10 Monate heranwächst. Das Katzenhaiweibchen legt seinen Nachwuchs oft in strömungsreichen Gewässern ab, da die Strömung das Verpilzen der Eikapseln verhindert. Mit den Ranken, die von den Ecken des Nixentäschchens abgehen, fixiert es die Kapseln und verhindert ein Abtreiben. Bei genauerer Betrachtung kann man die sich leicht bewegenden Embryonen erkennen. Angeschwemmte Kapseln sind in der Regel leer, da der Embryo bereits ausgeschlüpft ist.

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  • Nordischer Kammsterngewone kamsterAstropecten irregularis
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    • Länge bis 12 cm
    • Nahrung Muscheln

    Der Nordische Kammstern gehört zur Familie der Seesterne und erreicht einen Durchmesser von bis zu zwölf Zentimetern. Er ist hellorange bis hellviolett gefärbt.

    Der Nordische Kammstern lebt auf sandigen Böden. Tagsüber ist er meist von mehreren Millimetern Sand bedeckt und lauert auf vorbeikommende Beutetiere. Wird er erschreckt, kann er sich jedoch recht schnell bewegen oder sich im Sand eingraben. Er kommt an den Küsten des Atlantiks und des Mittelmeeres vor.

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  • NordseekrabbenoordzeegarnaalCrangon crangon
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    • Länge bis zu 9 cm
    • Nahrung Flohkrebse, Mysiden, Ruderfußkrebse, Würmer (Vielborster), Jungfische

    Der auch als Nordseegarnele bezeichnete Zehnfußkrebs lebt während der warmen Jahreszeit im Wattenmeer.

    Bei Flut wagen sich die kleinen Krabben auf die Wattflächen – und kehren mit Niedrigwasser wieder in die Priele zurück. Kühlt sich das Wasser im Herbst ab, zieht es die ausgewachsenen Tierchen in tiefere Gewässer. Die Garnelen verfügen über lange Fühler und kleine Scheren, die sie zu exzellenten Jägern machen. Jedoch stehen die Nordseekrabben auch selbst ganz oben auf der Nahrungsliste von Vögeln, Fischen und jungen Seehunden, sodass sie eine wichtige Schlüsselart im ökologischen Gefüge des Wattenmeeres einnehmen.

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  • PetermännchenpietermannenTrachinus araneus
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    • Länge 15 – 53 cm
    • Nahrung Krebstiere, Bodenfische

    Der Name dieses Tieres stammt aus dem Holländischen und ist auf den Namen „Pietermann“ zurückzuführen.

    Wenn Fischer einen solchen Grundfisch früher fingen, wurde er zu Ehren des Heiligen Petrus wieder ins Wasser geworfen. Das Petermännchen gehört zu den giftigtsten Wassertieren Europas. Die Flossenstrahlen der ersten Rückenflosse, sowie ein auf dem Kiemendeckel sitzender Stachel sind giftig. Stiche sind sehr schmerzhaft und können für Allergiker gefährlich werden.

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  • PferdeaktiniepaardenanemoonActinia equina
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    • Länge 6 cm
    • Nahrung Plankton, kleine Fische, Garnelen

    Die auch als Purpurrose bekannte Pferdeaktinie ist eine der am häufigsten vorkommenden Seeanemonen an der Nordseeküste.

    Diese Seeanemone lebt im Gezeitenbereich und hat sich dem Wechselspiel zwischen  Trockenfallen und Überflutung perfekt angepasst. Mit ihren nesselnden Tentakeln fängt sie ihre Beute und hält sich Artgenossen auf Distanz. Beim Trockenfallen zieht sie die Tentakel ein und schützt sich durch eine eigene Schleimproduktion vor dem Austrocknen. Pferdeaktinien können in Aquarien ein Lebensalter von über 60 Jahren erreichen.

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  • PollackpollakPollachius pollachius
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    • Länge bis 130 cm
    • Nahrung Sandaale, Heringe, Sprotten, Tiefseegarnelen

    Dieser Fisch aus der Dorschfamilie kann bis zu 130 cm groß werden und bewegt sich in Schwärmen.

    Der mit dem Seelachs (Köhler) nah verwandte Pollack lebt im offenen Meer, ist jedoch auch in Küstennähe anzutreffen. Die – aus den im Wasser frei treibenden Eiern schlüpfenden – Jungfische ernähren sich zunächst von Plankton. Neben der Nordsee kommt er südlich der Britischen Inseln und in Südnorwegen vor. Der Pollack hat eine Lebenserwartung von etwa 8 Jahren. Wirtschaftlich hat er keine Bedeutung, da sein Fleisch recht trocken ist.

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  • Rötel-Seesternrode zeesterStichastrella rosea
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    • Länge Bis zu 15 cm
    • Nahrung Muscheln, Schnecken, Würmer

    Der Seestern spürt seine Beute mit einem chemischen Sinn auf und stülpt den Magen über das Beutetier.

    Der aus der Familie der Stachelhäuter stammende Seestern verfügt über eine verhältnismäßig kleine Scheibe und etwa gleichlange, sich verjüngende Arme. Er lebt in einer Wassertiefe von 4 bis 350 Metern.

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  • Roter KnurrhahnChelidonichthys lucernus
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    • Länge 50 bis 70 cm
    • Nahrung Krebstiere, Weichtiere, kleine Fische

    Der Rote Knurrhahn ist die häufigste Art der Knurrhähne und erreicht eine Körperlänge von 50 bis 70 cm.

    Wie auch sein Verwandter – der Graue Knurrhahn – kann er deutlich hörbares Knurren von sich geben. Charakteristisch ist sein langer Körper mit einem großen Kopf, der nach hinten schmaler wird. Vor allem ist der Rote Knurrhahn auf Sand- und Schlickböden in bis zu 300 Meter Wassertiefe angesiedelt.

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  • RotzungetongscharMicrostomus kitt
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    • Länge 60 cm
    • Nahrung Wirbellose, Borstenwürmer

    Die Rotzunge ist ein rechtsäugiger Plattfisch, der überwiegend auf steinigen Böden in Tiefen von 10 bis 200 Metern lebt.

    Sie verfügt über einen breiten ovalen Körper mit kleinem Kopf. Ihre Oberseite ist marmoriert und hat mit Schleim bedeckte Schuppen. Die Rotzunge kann ein Maximalgewicht von fast 3 kg erreichen.

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  • SandgrundeldikkopjePomatoschistus minutus
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    • Länge Bis zu 9 cm
    • Nahrung Krebstiere, Würmer, Wirbellose

    Die sehr schlanken Sandgrundeln leben küstennah auf seichten Sand- und Schlickböden. Charakteristisch sind die Querstreifen an ihren Flanken.

    Leben die Larven zunächst im offenen Meer zwischen Wasseroberfläche und Meeresgrund, gehen Jungtiere ab einer Größe von knapp 20 mm zum Bodenleben über. Sandgrundeln können ein Alter von bis zu 2 Jahren erreichen.

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  • SandklaffmuschelstrandgaperMya arenaria
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    • Länge bis zu 12 cm
    • Nahrung Plankton

    Die Sandklaffmuschel ist die größte Muschelart des Wattenmeeres und vergräbt sich zum Schutz vor Fressfeinden.

    Ihren Namen verdankt die bis zu 12 cm groß werdende Muschel ihrer auseinanderklaffenden Schale. Ab einem bestimmten Alter passen der Körper und der dazugehörende Sipho (röhrenförmiges Organ zur Ver- und Entsorgung) nicht mehr komplett in die Muschelschale, sodass diese einen Spalt auseinanderklafft. Diese Arten graben sich mit einem muskulösen Grabfuß bis zu 30 cm tief in den Wattboden ein und schützen sich so effektiv vor Fressfeinden wie Vögeln und Krebsen. Man vermutet, dass die eigentlich an der  Küste Nordamerikas beheimatete Muschel von den Wikingern in die Nordsee gebracht wurde.

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  • SchlammroseweduweroosSagartiogeton undata
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    • Länge bis zu 12 cm
    • Nahrung Plankton, Krabben, kleine Fische

    Der Körper dieser Seeanemone kann sich zu einem Hügel mit eingestülpter Mundscheibe zusammenziehen.

    Im voll ausgestreckten Zustand ist die Schlammrose säulenförmig und erreicht eine Höhe von mehreren cm. Ihr Körper ist meist gestreift und trägt rund 100 schlanke, transparente Tentakel, die sie mitunter zum Schutz vor Feinden einsetzt. Die klebrigen Anemonen sind gewöhnlich im Flachwasser bis zu 50 Metern beheimatet und ernähren sich von Plankton, Krabben und kleinen Fischen.

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  • SchlangensterneslangsterrenOphiura spec.
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    • Länge bis zu 15 cm
    • Nahrung Plankton, Aas, Bewuchs, organische Substanzen

    Schlangensterne gibt es bereits seit rund 500 Millionen Jahren.

    Die Verwandten der Seesterne verfügen über große Skelettstrukturen und Wirbel, die ihre Arme bilden. Sie sind sehr beweglich und benutzen die langen Arme, um sich kriechend auf dem Meeresboden fortzubewegen. Schlangensterne besitzen keinen After. Sie zermahlen die Nahrung mit ihren kräftigen Zähnen und spucken diese nach der Verdauung wieder aus. Als Resteverwerter von z.B. organischen Substanzen gelten die Tiere dabei als wichtiger Baustein im Ökosystem der Nordsee. Werden die Schlangensterne von Fressfeinden attackiert, verlieren sie oft einen ihrer langen Arme. Diese wachsen jedoch schnell wieder nach.

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  • Schlauch-AscidieDoorschijnende zakpijpCiona intestinalis
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    • Länge Bis zu 12 cm
    • Nahrung Plankton

    Das auch als Schlauchseescheide bekannte Manteltier kommt oft in großer Anzahl auf Felsen, Molen, Algen und Pfählen vor.

    Der durchscheinende, gelb-grün gefärbte Meeresbewohner hat einen weichen, zylindrischen Körper und ist vom Flachwasser bis in eine Tiefe von 500 Metern anzutreffen.

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  • SchollescholPleuronectes platessa
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    • Länge bis zu 55 cm
    • Nahrung Plattfische

    Jedes Jahr wachsen im Wattenmeer zahllose Babyschollen heran, die es später auf die Nordsee hinauszieht.

    Schollen machen in ihrer Entwicklung eine Metamorphose durch. Zunächst schwimmen sie aufrecht und sind wie andere Fische symmetrisch. Nach 1 bis 2 Monaten wandert das linke Auge sowie das Maul zur rechten Körperhälfte herüber, dann bildet sich die Schwimmblase zurück – und die Scholle schwimmt zunehmend schräg, bis sie schließlich zum bodenbewohnenden Plattfisch wird. Zum Schutz vor Fressfeinden vergraben sie sich im Sandboden, wo sie gleichzeitig auch auf ihre Beute lauern können. Übrigens: Wegen ihrer mit orange-gelben Punkten versehenen, tarnenden Oberseite ist die Scholle auch als „Goldbutt“ bekannt.

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  • SchwarzgrundelGobius Niger
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    • Länge Bis zu 15 cm
    • Nahrung Würmer, Flohkrebse, Krebstiere, junge Fische

    Die Schwarzgrundel gehört zur Familie der Grundeln – eine der artenreichsten Gruppen der Meeresfische.

    Der Fisch lebt u.a. auf Weichböden, in Muschelschalen oder unter Steinen in einer Wassertiefe von bis zu 60 Metern. Im Gegensatz zu vielen anderen Nordseebewohnern verträgt er auch Brackwasser – eine Mischung von Süß- und Salzwasser, die in Flussmündungen vorkommt.

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  • SeedahliezeedahliaUrticina felina
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    • Länge bis zu 15 cm
    • Nahrung Kleine Fische, Garnelen, Weichtiere, Plankton

    Die auch als Dickhörnige Seerosen bezeichneten Seeanemonen besitzen bis zu 160 kräftige Tentakel.

    Das Blumentier hat eine Zylinderform und kann bis zu 15 cm groß werden. Die Tentakel sind mit giftigen Nesselzellen versehen, mit denen die Tiere ihre Beute fangen oder Feinde in die Flucht schlagen. Seedahlien erstrahlen oft in vielen verschiedenen Farben, die anderen Lebewesen signalisieren sollen, dass sie giftig sind. Hauptsächlich besiedeln sie harten Untergrund im flachen Wasser oder leben in Muschelbänken.

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  • SeehasesnotolfCyclopterus lumpus
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    • Länge 40 - 70 cm
    • Nahrung Weich- und Krustentiere, kleine Fische, Rippenquallen

    Die Bauchflossen des Seehasens haben sich ähnlich wie beim Scheibenbauch, zu einer  Art Saugscheibe umgebildet, mit der sich das Tier am Meeresboden und an harten Substraten festhalten kann.

    Der Seehase hat keine Schwimmblase (Organ zur Lagestabilisierung im Wasser) und passt sich daher dem Leben in Bodennähe an. Der Bauch des Männchens färbt sich in der Laichzeit orange. Während es das Weibchen im Anschluss an das Ablaichen wieder in tiefere Gewässer zieht, bewacht das Männchen die ca. 140.000 Eier bis zu sieben Wochen lang. In dieser Zeit frisst es kaum und kehrt erst nach vollendeter „Wache“ abgemagert ins tiefere Wasser zurück. Da der Seehase als schlechter Schwimmer gilt, wird er oftmals zur Beute von Robben. Aus den Eiern des Seehasens wird der falsche Kaviar gemacht.

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  • SeenelkeZeeanjelierMetridium senile
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    • Länge bis zu 30 cm
    • Nahrung u.a. Kleintiere, Plankton

    Seenelken haben bis zu 1000 feine Tentakel, die ihr ein pelziges Aussehen verleihen.

    Die giftigen Tentakel benutzt diese Anemonenart, um ihre Beute einzufangen und zu lähmen. Zudem gebraucht das Blumentier seine „Arme“, um sich im Kampf um Lebensraum gegen andere Arten durchzusetzen. Bevorzugt leben Seenelken auf hartem Untergrund im flachen Wasser. Falls es ihnen zu eng wird oder der angestammte Platz nicht mehr genügend Nahrung hergibt, kriechen die Tiere langsam weiter.

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  • Seeskorpiongewone zeedonderpadMyoxocephalus scorpius
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    • Länge ca. 20 cm
    • Nahrung Plankton, Kleinstlebewesen

    Der zu den Groppen gehörende Raubfisch gilt als nachtaktiv und hat am Vorderkiemendeckel zwei Stacheln, welche zwar nicht giftig sind, jedoch schmerzhafte, schlecht heilende Wunden hinterlassen können.

    Seeskorpione kommen im Atlantik, nördlich des Golfes von Biskaya, im Ärmelkanal sowie in der Nord- und Ostsee vom Flachwasser bis in 60 Meter Tiefe vor. Sie leben bevorzugt auf sandigem Boden und ändern ihre Färbung je nach Erregungszustand und Jahreszeit.

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  • Seespinnegewone spinkrabHyas araneus
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    • Länge Panzerlänge bis zu 11 cm
    • Nahrung u.a. Kleintiere, Würmer, Seesterne, Algen

    Die in der Nordsee relativ selten vorkommenden Seespinnen sind Meister der Tarnkunst.

    Während sich ältere Seespinnen u.a. mit Seepocken und Polypen tarnen, schützen sich jüngere Tiere am liebsten mit Seetang. Sie bepflanzen ihren Panzer förmlich damit und passen ihr „Körperkleid“ der Umgebung an, falls sie diese wechseln. Die Seespinnen leben bevorzugt auf felsigem Untergrund in Wassertiefen von ca. 50 Metern, sind aber auch auf Austern- und Muschelbänken anzutreffen und erreichen ein Maximalalter von 15 Jahren.

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  • SeestichlingzeestekelbaarsSpinachia spinachia
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    • Länge 20 cm
    • Nahrung Kleinkrebse

    Der Seestichling kommt ausschließlich im Seewasser vor und ist die am wenigsten erforschte Stichlingsart.

    Seestichlinge laichen von Mai bis Juni. Der Nachwuchs wächst sehr schnell heran und ist mit einem Jahr geschlechtsreif. Das Männchen baut das Nest und greift alle Artgenossen unvermittelt an, sollten diese zu nahekommen.

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  • SeezungetongSolea solea
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    • Länge Bis zu 30cm
    • Nahrung Dünnschalige Muscheln, Borstenwürmer, Krebse, kleine Fische

    Die Seezunge gehört zur Familie der Plattfische und gilt als nachtaktive Einzelgängerin.

    Sie lebt auf sandigen, weichen Böden in Küstennähe und bewegt sich in Tiefen von 10 bis 200 Metern. Die Seezunge hat einen langgestreckten, ovalen Körper und trägt beide Augen auf der obenliegenden rechten Körperseite.

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  • Sonnensterngestekelde zonnesterCrossaster papposus
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    • Länge Bis zu 40 cm
    • Nahrung Seesterne

    Sonnensterne gehören zur Gattung der Seesterne. Sie verfügen meist über 8 bis 14 Arme und werden bis zu 40 cm groß.

    Der Sonnenstern lebt räuberisch und ernährt sich von anderen Seesternen, wie z.B. dem Gemeinen Seestern. Er kommt hauptsächlich in nördlichen kalten Meeren vor und ist vom Nordatlantik bis in die Nordsee und westliche Ostsee sowie an den Küsten Alaskas in Wassertiefen von 0 bis 1.200 Metern verbreitet.

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  • SteinbutttarbotPsetta maxima
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    • Länge bis zu 60 cm
    • Nahrung Grundfische (z.B. Sandaal, Grundeln), Krebstiere, Muscheln

    Der Steinbutt gilt als Meister der Tarnung. Er passt sich seiner Umgebung an und ist so für Feinde schwer zu erkennen.

    Diese Grundfischart aus der Familie der Plattfische lebt bevorzugt auf Sand-, Schlamm- und Kiesböden in einer Wassertiefe von 20 bis 70 Metern. Der Steinbutt kann über 20 Jahre alt werden und wird im fünften Lebensjahr geschlechtsreif. In der Laichzeit zwischen April und August geben Weibchen bis zu 15 Millionen Eier in das Wasser ab, die wiederum von den Männchen besamt werden. Als Larven bewegen sich die Tiere vorerst aufrecht im flachen Wasser, bevor sie als Jungfische beginnen, „liegend“ ins tiefere Wasser zu schwimmen. Der Steinbutt verfügt über ein verhältnismäßig großes Maul mit scharfen Zähnen und ist ein gefräßiger Jäger.

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  • SteinpickerharnasmannetjeAgonus cataphractus
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    • Länge Bis zu 15 cm
    • Nahrung Garnelen, Kleinkrebse

    Der Steinpicker ähnelt den Seeskorpionen und verfügt über einen gepanzerten Kopf, der mit einem langen Schwanzstiel versehen ist, sowie über Bartfäden, welche zum Errtasten der Beute während der Nacht dienen.

    Er lebt auf Weichböden und gilt als erfolgreicher Nachtjäger. Steinpicker paaren sich in der kalten Jahreszeit im Wattenmeer, bevor sie zum Laichen nach Helgoland schwimmen, wo sie ihre Eier an Felsen unter Wasser kleben. Im Durchschnitt erreichen die Fische ein Alter von 5 Jahren.

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  • StrandkrabbestrandkrabCarcinus maenas
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    • Länge 4 cm
    • Nahrung Muscheln, Quallen, Fische, Krebstiere

    Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Strandkrabbe ist die Atlantikküste Europas und Nordafrikas. Durch den Menschen wurde sie jedoch auch in andere Regionen verschleppt und ist inzwischen fast weltweit verbreitet.

    Strandkrabben halten sich bevorzugt im flachen Wasser auf. Dabei zeigen sie untereinander häufig ein aggressives Verhalten. Zu ernsthaften Verletzungen kommt es selten. Das haben die Tiere vor allem ihrem harten Panzer, der 40 Prozent ihrer Körpermasse ausmacht, zu verdanken. Dessen Färbung hängt vom Alter der Krabben ab und der Zeit, die seit ihrer letzten Häutung vergangen ist. Gewöhnlich ist die Oberseite der Strandkrabbe in Grüntöne gefärbt, ihre Unterseite in ein mattes Gelb. Je länger das Tier allerdings ohne Häutung auskommt, desto eher färbt sich seine Unterseite tiefrot. Bei ihrer Kost ist die Krabbe nicht wählerisch und verschlingt alles, was sie mit ihren kräftigen Scherenbeinen überwältigen kann. Die Strandkrabbe lebt auf Sandböden, zum Teil auch außerhalb des Wassers, im Flachwasserbereich.

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  • StreifenbarbemulMullus surmuletus
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    • Länge 25 bis 50 cm
    • Nahrung Krebstiere, Würmer, kleine Fische, Weichtiere

    Die Streifenbarbe lebt meist auf sandigem oder steinigem Boden in einer Wassertiefe von 5 bis 60 Metern.

    Sie kann bis zu 50 cm groß und 2 kg schwer werden und zeichnet sich durch eine rotbraune Körperfärbung mit gelben Streifen aus. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeer – bedingt durch den Klimawandel kommt der barschverwandte Fisch auch immer häufiger in der Nordsee vor, wo er früher eher selten anzutreffen war.

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  • TaschenkrebsnoordzeekrabCancer pagurus
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    • Länge Bis 14 cm
    • Nahrung Muscheln, Krebstiere, verschiedene Bodentiere

    Einer der bekanntesten Nordseebewohner lebt am liebsten in einer Wassertiefe bis etwa 100 Meter auf Sand und zwischen Felsblöcken.

    Der Taschenkrebs besitzt kräftige Scheren und ist ein nachtaktiver Fleischfresser, der sich auch von anderen Krebsen ernährt. Sein Körper ist schwach gekörnt sowie gewölbt und ungefähr 1 ½ -mal so breit wie lang.

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  • WachsrosewasroosAnemonia viridis
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    • Länge 15 cm
    • Nahrung kleine Fische, Krebse, Plankton

    Die Wachsrose ist eine Seeanemone, die an Felsküsten von Mittelmeer bis Atlantik zu finden ist.

    Wachsrosen leben meist in großen Kolonien. Eigentlich sind sie einfarbig grau. Allerdings bilden sie häufig Lebensgemeinschaften – Symbiosen – mit Zooxanthellen. Dabei handelt es sich um mikroskopisch kleine Mikroalgen, die dafür sorgen, dass sich die Tentakel der Wachsrose grün oder violett verfärben. Mit ihrem Fuß hält sie sich am steinigen Untergrund fest. Eine Wachsrose besitzt bis zu 200 Tentakel, mit denen sie ihre Beute – vor allem kleinere Tiere, wie Mysisgarnelen – fängt. Dafür nutzt sie ein starkes Nesselgift, das beim Menschen heftige Hautreaktionen auslösen kann.

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  • Wattwurm wadpierArenicola marina
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    • Länge bis zu 20 cm
    • Nahrung organische Stoffe

    Der Wattwurm trägt maßgeblich dazu bei, dass das Wattenmeer an der Nordsee überhaupt so lebensfreundlich ist.

    Der braun bis schwarz gefärbte, fingerdicke Wurm lebt in 20 cm tiefen kanalähnlichen Röhren, die er sich in U-Form ins Watt gräbt. Er frisst den Wattboden und verdaut die organischen Reste, die sich darin befinden. Im Abstand von etwa 45 Minuten kriecht er rückwärts an die Oberfläche und lässt hier einen bis zu fünf Zentimeter langen spaghettiähnlichen Haufen ab. Durch die Fressaktivität der Wattwürmer werden so jährlich die oberen 20 cm des Wattenmeeres umgegraben, ausreichend sauerstoffreiches Wasser in den Boden gepumpt und die Lebensbedingungen anderer Wattbewohner maßgeblich verbessert.

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  • WittlingwijtingMerlangius merlangus
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    • Länge 70 cm
    • Nahrung Krebstiere, Fische, Würmer und Schnecken

    Der Wittling gehört zu den Dorschartigen Fischen und kommt seit ca. 20 Jahren auch in der Nordsee vor.

    Der ursprünglich im Nordatlantik, nördlichem Mittelmeer und im Schwarzen Meer beheimatete Fisch bewegt sich in einer Tiefe bis zu 300 Metern. Jungtiere halten sich eher in Küstennähe auf. Der Wittling kann ein Maximalgewicht von 3 kg erreichen.

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  • Zottige Seerindeharig mosdiertjeElectra pilosa
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    • Länge Mikroskopisch klein
    • Nahrung Plankton

    Die Zottige Seerinde ist eine Kolonie von vielzelligen Moostierchen, die man nur unter dem Mikroskop erkennen kann.

    Sie entsteht in diesem Aquarium von selbst, da es eine Seewasserleitung gibt, welche die Becken mit frischem lebenden Nordseewasser versorgt. In diesem Wasser sind winzig kleine Larven enthalten, welche sich im Aquarium festsetzen und Kolonien bilden.

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  • ZylinderrosenviltkokeranemoonCerianthus lloydii
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    • Länge bis zu 15 cm über dem Grund, bis zu 1 m im Boden
    • Nahrung Plankton, Kleintiere

    Die Blumentiere leben auf schlammigem und sandigem Untergrund in einer Wassertiefe von 1 bis 35 Metern.

    Die Zylinderrose ist ein großer gelblicher zylindrischer Polyp, der seine Röhre bis 1 m in den Sand eingräbt. Nur etwa 15 cm ragen aus dem Boden. Sie hat etwa 70 Tentakel, die zum Nahrungserwerb ausgebreitet werden. Werden die Tiere gestört, ziehen sie sich in charakteristischer Weise mit einem plötzlichen Ruck in ihre Röhre zurück. Das Tier ist recht robust und wird über 60 Jahre alt.

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